Und wieder einmal Urlaub in Neuseeland. Eigentlich wollten wir nach Australien, aber uns wurde sehr schnell bewusst, dass unser Herz mehr für Neuseeland schlägt und so haben wir uns umentschieden.

03. Januar 2007:
Nachmittags ging es dann mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen. Dank unserer Business-Class-Tickets war der Check-In unproblematisch und schnell. Da waren wir nun, die Bordkarten in der Hand, das Gepäck schon abgegeben, also los in die Lounge.
Emirates hat, wie viele andere Fluglinien auch, eine Lounge für First- und Business-Class-Kunden. Dort kann man es sich gemütlich machen, fernsehen, lesen, im Internet surfen und vor allem essen und trinken, so viel man möchte. Der Service ist sehr gut und die Auswahl an Speisen vielfältig. Wir hatten noch einige Zeit und so haben wir es uns bequem gemacht.
Ungefähr 45 Minuten vor Abflug wurden wir namentlich aufgerufen. Wir dachten, es würde langsam Zeit zum Gate zugehen, aber dem war nicht so. Eine sehr nette Dame am Empfang teilte uns mit, dass die Business-Class leider überbucht sei und wir deshalb First-Class fliegen durften. Das war eine Überraschung, hatten wir doch eigentlich nur Economy-Class bezahlt und wurden auf Business-Class hochgestuft.
Da saßen wir nun, in Jeans, Pullover und Turnschuhen und durften in der ersten Klasse fliegen. Eins können wir euch sagen, es ist wahrhaftig ein Erlebnis. Extrem gutes Essen, unglaublicher Service und verdammt viel Platz. So könnte jeder Urlaub beginnen.
Leider hatten wir diesen Luxus nur auf einem Teil der Strecke, denn ab Dubai mussten wir wieder in die Economy-Class zurück. Macht aber nichts, denn auch dort ist es bei Emirates einfach gut.

05. Januar 2007:
Angekommen in Christchurch ging es mit dem Mietwagen vom Flughafen aus zu Brian & Val. Die zwei haben natürlich schon auf uns gewartet und uns sehr herzlich willkommen geheißen. Nach einem Tee und einer netten Unterhaltung hieß es für uns jedoch nur noch gute Nacht.

06. Januar 2007:
Nach 12 langen Stunden Schlaf und einem guten Frühstück ging es für uns in die Stadt.
Wir haben Neuseeland wirklich vermisst. Es fühlt sich richtig gut an, wieder die freie Zeit am anderen Ende der Welt zu genießen und zu entspannen.
Es war schön, stundenlang im botanischen Garten zu spazieren und anschließend durch die Stadt zu bummeln, mit der einzigen Straßenbahn Neuseelands zu fahren und die vielen Menschen zu beobachten.
Leider heißt es morgen früh schon wieder Abschied nehmen, denn es muss ja weiter gehen. Es war schön, Brian & Val noch einmal zu sehen.

07. Januar 2007:
Dunedin, wir kommen! Nun geht es also in den Süden, immer entlang der Küste führt uns der Weg vorbei an vielen kleinen Buchten, dem Regenwald mit vielen schönen Wasserfällen und natürlich ganz wunderbar vielen Schafen auf saftigen grünen Wiesen.
Auf unserem Weg machen wir Halt an einem Strand mit riesen-großen Steinkugeln - den Moeraki Boulders.
Diese Steinkugeln sind circa 60 Mio. Jahre alt und sind ähnlich entstanden wie Perlen, nur viel viel größer. Aufgrund der Gezeiten wird der Strand immer wieder vom Meer überspült und neue Kugeln erblicken das Licht der Welt.
Da sind wir nun in Dunedin, genießen das kleine schottische Städtchen am anderen Ende der Welt mit seinen charmanten alten Gebäuden wie den Bahnhof mit all seinen Mosaiken und Fresken. Aber auch  Wohn- und Städthäuser sowie Kirchen sind wundervoll. Eine der schönsten Kirchen ist sicherlich St. Pauls Cathedral.
Gleich in der Nähe hat übrigens die Firma Cadbury ihren neuseeländischen Sitz. Werktags kann man die Fabrik besichtigen und den Fabrikverkauf nutzen. Diese Chance hatten wir leider nicht, aber dafür hatten wir bei unserem Spaziergang durch die Innenstadt von Dunedin immer den herrliche Geruch von frischer Schokolade in der Nase.
Am späten Nachmittag ging es dann auf die Otago-Peninsula, eine vorgelagerte Halbinsel in der Nähe von Dunedin. Dort gibt es nicht nur eine Albatross-Kolonie (nähere Infos dazu im Reisebericht 2006), sondern auch Pinguin-Kolonien.
Wir hatten viel Glück und so konnten wir die letzte Tour zu den Gelbaugen-Pinguinen mitmachen.
Die Pinguin-Kolonien liegen auf privatem Grund und sind allein nicht zu erreichen. Die Grundbesitzer haben einen Transfer organisiert und Unterstände errichtet, damit man die Tiere aus der Nähe beobachten kann und sie dabei aber nicht stört.
Es war wirklich wundervoll. Wir haben zu gesehen, wie die erwachsenen Tiere aus dem Meer die Hänge hochkletterten um ihre wartenden Babies zu füttern. Die Pinguin-Küken waren schon ziemlich groß, hatten aber noch ihr braunes Daunenkleid. Einfach tolle Tiere und wunderbar zu beobachten.

08. Januar 2007:
Nun ging es noch weiter Richtung Süden und Tagesziel war diesmal Bluff, ein kleiner Ort an der Südspitze Neuseelands. Bluff selbst ist nicht besonders spektakulär, doch von dort aus legen die Schiffe in Richtung "Stewart Island" ab.
Unser Weg auf der "Southern Scenic Route" war lang, doch die Gegend entlang des Weges ist einfach atemberaubend. Die "Catlins" sind ein großen Naturschutzgebiet im Süden Neuseelands, vollkommen unberührte Natur mit vielen wundervollen Tieren wie den Kiwis oder Seelöwen und Seehunden.
Tief versteckt im Regenwald finden sich die schönsten Wasserfälle des Landes, man muss nur etwas Zeit und Geduld für die Suche und den Weg aufbringen. Am Abend sind wir in Bluff angekommen, unsere Unterkunft ist klein und urgemütlich, richtig schön.

09./10. Januar 2007:
Nun sollte sich herausstellen, ob wir See-fest sind. Morgens sehr früh ging es mit einem kleinen Katamaran in Richtung "Stewart Island". Stewart Island ist eine kleine Insel südlich von Neuseeland. Die Insel selbst und auch die kleinen Inseln in der näheren Umgebung stehen unter Naturschutz und werden sehr streng kontrolliert.
Stewart Island ist ein Paradies für Naturfreunde und Wanderer, es gibt Wanderrouten, die mehr als eine Woche dauern, wenn man also etwas Zeit und viel Abenteuerlust hat, ist das sicher genau das Richtige.
Wir haben einen Ausflug mit dem Boot gemacht und sind viel Spazieren gegangen, auch wenn das Wetter nicht so richtig einladend war. Aber wie ist das... es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung! So ist das nun mal in Neuseeland!
Am Vormittag des 10. Januars haben wir eine kleine Bus-Tour auf der Insel gemacht, dabei wurde uns etwas von der Geschichte und natürlich über die Natur der Insel vermittelt. Wirklich interessant.
Am Nachmittag ging es dann mit dem Katamaran zurück auf das Festland und dies war nicht gerade eine ruhige See-Passage. Naja, wir haben es ja überlebt.
Wir hatten noch eine lange Fahrt bis Te Anau vor uns, aber die Eindrücke der letzten Tage und vor allem die Vorfreude auf die nächsten Erlebnisse haben den Weg verkürzt.

11. Januar 2007:
Die Nacht haben wir in der Te Anau Lodge verbracht, ein altes Kloster, welches vor einiger Zeit zu einem B&B ausgebaut wurde. Ein wundervolles Haus mit sehr gutem Service. Nach dem Frühstück ging es dann zur nächsten Tour: Doubtful Sound!
Doubtful Sound ist mit einer Länge von 40 km der größte Fjord Neuseelands. Da er mit dem Auto nicht zu erreichen ist, kann man ihn nur mit einer geführten Tour anschauen.
Es ging also erstmal mit dem Schiff von Manapouri über den gleichnamigen See zur Manapouri-Power-Station und von dort aus mit einem Bus zum Schiffsanleger am Ufer des Doubtful Sounds.
Die Vegetation am Ufer des Fjords ist weitestgehend unberührte Natur, nur die Wege für die Busse werden immer wieder freigeschnitten, um einen Transport zu gewährleisten.
Im Doubtful Sound leben nicht nur große Robbenkolonien, sondern auch Pinguine (little Blue-Eyed-Penguins) und Delfine. Die Tiere sind einfach dort und mit etwas Glück kann man sie für einige Zeit gut beobachten.
Nach dieser wunderbaren Tour ging es dann mit dem Auto weiter nach Queenstown. Dort haben Lucille & Graeme bereits mit dem Abendessen auf uns gewartet. Das Zimmer, genau wie im letzten Jahr, war einfach hübsch und die zwei wahnsinnig nett und zuvorkommend.

12. Januar 2007:
Nach einem guten Frühstück ging es dann zu Fuss in die Stadt. Queenstown Gardens ist eine parkähnliche Anlage auf einer in den See ragenden Halbinsel mit vielen einheimischen Bäumen, Blumen und Pflanzen. Ein Spaziergang entlang des Ufers des Lake Wakatipu ist einfach entspannend und schön.
Wir haben einige Zeit in der Sonne entspannt und den Entenküken bei ihren ersten Schwimmversuchen auf dem See zugeschaut. Nach einem Stadtbummel und der obligatorischen Pizza bei "Winnies" ging es dann wieder zurück zum Lake Vista B&B.

13. Januar 2007:
Das Tagesziel heute: Deerpark Heights. Auf einer Halbinsel in der Nähe von Queenstown befindet sich ein ganz besonderer Tierpark, den man mit dem Auto erkundet. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich bei diesem Park um einen "Hügel" mit vielen unterschiedlichen Tierarten, aber vorallem mit Rehen.
Diese und andere Tiere wie Schafe, Ziegen, Lamas usw. laufen im Park frei herum und fressen Dir aus der Hand, sofern Du etwas Futter dabei hast. Es gibt jedoch auch Tiere, die in Gehegen leben, wie z. B. die Hochlandrinder, die Jaks und Bisons.
Diese wären sicherlich zu gefährlich, um sie frei herum laufen zu lassen. Es war ein wirklich schöner Tag mit einem atemberaubenden Panorama von Queenstown, "Lake Wakatipu" und den "Remarkables".

14. Januar 2007:
Unser letzter Tag in Queenstown begann natürlich wieder mit einem himmlischen Frühstück. Danach ging es für uns in die Stadt, wir wollten uns ein Paar Andenken kaufen und noch einmal die Atmosphäre dieser kleinen Stadt genießen.
Am Abend haben wir als krönenden Abschluss unseres Aufenthalts einen Ausflug mit der alten Lady "TSS Earnslaw" gemacht.
"TSS Earnslaw" ist ein altes Dampfschiff, welches in früheren Zeiten zum Transport von Vieh genutzt wurde. Die Bootsfahrt auf dem "Lake Wakatipu" führte auf die andere Seite des Sees zur "Walter Peak Station", einer alten Farm die nur per Schiff erreichbar ist.
Auf der Farm gab es nach einem herzlichen Willkommen ein sehr gutes Abendessen in Büffett-Form. Nach dem Essen hatte jeder Gast die Möglichkeit zu einem Spaziergang entlang des Seeufers; man konnte aber auch zu schauen, wie ein Hütehund die Schafe einholte oder ein Schäfer ein Schaf scherte. Am Ende des Abends ging es dann wieder mit dem Dampfschiff zurück nach Queenstown.

15./16. Januar 2007:
Nun ging es mal wieder in Richtung Norden. Diesmal jedoch in die Berge. Unser Tagesziel war der kleine Ort Fox am Fuße des Fox Gletschers. Die Fahrt dauerte circa fünf Stunden, was aber nicht nur an der Strecke und der berühmten Geschwindigkeitsbegrenzung lag, sondern eher an unserer Gewohnheit, ständig anzuhalten und Fotos zu machen.
Dafür haben wir aber einige schöne Wasserfälle, Brücken, Stromschnellen und kristallklares Wasser gesehen. Ach... die "Sandflies" sollen natürlich auch erwähnt werden. Die kleinen Biester haben uns richtig erwischt und so hatten wir Unmenge von Mückenstichen.
In Fox angekommen, hatten wir unsere erste böse Überraschung in Neuseeland. Die gebuchte Unterkunft war nicht gerade besonders gut; ehrlich gesagt, war die eine Nacht dort die schlimmste Nacht unseres Lebens und so haben wir am nächsten Morgen unsere Sachen gepackt und sind in ein nahegelegenes Motel umgezogen. Das war dagegen wirklich die Luxusklasse. Nach diesem Umzug ging es dann aber endlich mit den schönen Dingen in Fox los.
Wir hatten uns für einen "Heli-Hike" angemeldet. Es ging also mit einem Helikopter auf den Fox Gletscher. Der Fox Gletscher ist ca. 14 km lang und natürlich ständig in Bewegung. Nach der Landung auf dem Gletscher sind wir ca. 2,5 Stunden im Eis gewandert und geklettert.
Martin ist sogar durch eine sehr enge Eishöhle gekrochen. Sabrina hat aber nur zugeschaut und Bilder gemacht. Das war dann doch nicht das Wahre. Nach unserer Wanderung waren wir auch wieder an der verabredeten Stelle angekommen und der Helikopter hat uns wieder abgeholt.
Am Ende des Tages waren wir total erledigt und hatten eine Menge Muskelkater. Macht nichts, es war wirklich ein Highlight unseres Urlaubes und ist jedem zu empfehlen.

17. Januar 2007:
Nach einer guten Nacht führte uns unser Weg nach Greymouth. Aber bevor es los ging, wollten wir unbedingt noch einmal zum Fox-Gletscher. Es ist wirklich beeindruckend, wenn man dann plötzlich davor steht und denkt "hey, gestern bin ich irgendwo da oben gewesen".
Unser Weg nach Greymouth führte am Franz Josef-Gletscher (noch ein bisschen größer als der Fox-Gletscher, aber viel mehr Touristen...) vorbei  und dann ging es an der Westküste nach Norden.
Unser erstes Etappenziel war Hokitika, eine kleine Hafenstadt, die berühmt ist für ihre Glasbläsereien und vor allem für die Verarbeitung von "Greenstone" (neuseeländischer Jade). Nach einem Mittagessen und einem Stadtbummel ging es dann nach Greymouth, wo Pam schon mit Tee und leckerem Kuchen auf uns wartete. Pam hatten wir bereits bei unserem letzten Urlaub kennengelernt und sie ist wirklich eine nette Dame und verdammt viel Charme.
Man fühlt sich in ihrem Haus einfach wie zu Hause. Nach einem Spaziergang am Strand (2 Minuten zu Fuß) haben wir abends Bilder vom NZ-Urlaub des letzten Jahres angeschaut. Das war wirklich lustig, denn viele dieser Regionen hat sie als echte Kiwi-Dame nie gesehen!

18. Januar 2007:
Über den Lewis-Pass ging es weiter nach Hanmer Springs, ein kleiner Kurort mit heißen Quellen und vielen Attraktionen für Touristen. Die Fahrt war angenehm und entspannend. Wir haben den Tag genutzt um uns ein bisschen zu erholen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

19. Januar 2007:
Kaikoura, wir kommen! Unser Tagesziel war der kleine Küstenort Kaikoura, von dort aus starten bei gutem Wetter täglich die Ausflugsboote zum "whale-watching" oder "swimming with dolphins". In Kaikoura angekommen, haben wir den Nachmittag genutzt um uns den Ort etwas näher anzuschauen, wir haben Monster-Eis gegessen und am Steinstrand entspannt. Und... ganz wichtig... unsere Tour zum "Whale-watching" gebucht.

20. Januar 2007:
Ganz früh ging es los, mit einem Katameran ging es ca. 14 Kilometer auf die offene See hinaus um Wale zu sehen. Wir hatten Glück, das Wetter war halbwegs gut und so waren die Wellen nicht ganz so hoch. Auf unserer Tour konnten wir vier Pottwale aus nächster Nähe beobachten, wirklich gigantisch und atemberaubend, diese Riesen der Meere.
Leider war die Tour natürlich irgendwann vorbei und wir mussten wieder umkehren. Schade! Wieder an Land angekommen, gab es ein sehr gutes Mittagessen und etwas später sind wir noch zu einer kleinen Höhlenbesichtigung aufgebrochen. Witzigerweise waren wir die einzigen Besucher dieser Tour und so hatten wir sehr viel Zeit, uns die "Limestones" genauer anzusehen. Es war ein schöner Tag!

21. Januar 2007:
Und schon ist unsere Zeit auf der Südinsel wieder vorbei, noch eine Nacht im Glengary B&B in Picton und am nächsten Morgen geht es dann mit der Fähre nach Wellington. Es ist wirklich schön, immer wieder mit so viel Herzlichkeit von den Kiwis aufgenommen zu werden. Auch im Glengary B&B waren wir im letzten Jahr schon einmal und Glenis und Gary haben sich sehr gefreut, uns wiederzusehen. Wir haben den Tag noch einmal zu einem Spaziergang genutzt und haben ihn anschließend ruhig ausklingen lassen.

22. Januar 2007:
Bye bye Southisland. Um 10 Uhr morgens ging es dann mit der Fähre von Picton nach Wellington. Unsere Unterkunft dort war die Oberklasse. Ein Weingut oberhalb von Petone, sehr neu und luxoriös. Nachdem wir unser Gepäck ausgepackt hatten, sind wir dann zu Maria nach Petone gefahren. Es war einfach wunderbar sie noch einmal wiederzusehen. Wir hatten einen wirklich schönen Nachmittag mit ihr und haben viel erzählt. Den Abend haben wir standesgemäß bei einem Glas Savignon Blanc ausklingen lassen.

23. Januar 2007:
Die Hauptstadt ruft, nach einem Stadtbummel ging es mit dem "Cable Car" den Berg hinauf. Von dort aus hat man einen wundervollen Blick über die Bucht, Wellington und die angrenzenden Ortschaften. An der Station der "Cable Car" gibt es ein kleines Museum zur Geschichte der kleinen Bahn - sehr interessant.
Zurück haben wir einen schönen Spaziergang durch den botanischen Garten gemacht, dort gibt es viele wunderschöne Blumen, Pflanzen und Bäume, die in verschiedenen Themengärten präsentiert werden. Ein Besuch lohnt sich wirklich!
Anschließend sind wir durch den Regierungsbezirk spaziert, vorbei an vielen Ministerien und natürlich dem Regierungssitz. Außerdem haben wir die alte St. Pauls Kathedrale besucht. Diese alte Kathedrale ist vollkommen aus Holz erbaut und wird heute nur noch für ganz besondere Anlässe genutzt. Für Besucher ist sie aber täglich geöffnet. Irgendwann ging es dann abends wieder zurück in unsere Unterkunft.

24. Januar 2007:
Dieses Mal führt unser Weg über Napier in Richtung Norden. Napier ist eine kleine Stadt an der Ostküste von Neuseelands Nordinsel. Die Stadt ist berühmt für ihre besonderen Art-Deco-Häuser, die teilweise nach einem großen Erdbeben im Jahre 1931 wieder errichtet wurden. In Napier gibt es übrigens den einzigen Marine-Zoo der Welt. Ein kleiner Zoo am Meer mit Delfinen, Seehunden, Seelöwen und Pinguinen. Sehr süß! Am Abend haben wir die letzten Sonnenstrahlen bei einem Spaziergang am Strand genossen.

25. Januar 2007:
Und weiter ging es nach Taupo. Der kleine Ort am Lake Taupo ist ein kleiner Touristenmagnet, von dort aus starten viele ihre Touren in Richtung Tongariro Nationalpark. Die Berge dort sind alle samt aktive Vulkane, der größte von ihnen ist der Mt. Ruapehu. Wir haben unsere Zeit in Taupo zum Spaziergang am Seeufer genutzt und uns etwas erholt.

26. Januar 2007:
Rotorua hieß das Tagesziel, doch auf unserem Weg dorthin gab es viel zu sehen. Die "Craters of the Moon" mussten wir leider aufgrund des strömenden Regens ausfallen lassen. Wir hatten gehofft, dass die Wettergötter auf unserer Seite sein würden, doch das schien erst nicht so zu sein.
Also noch ein Versuch. Trotz des Regens machten wir uns auf den Weg zum ”Orakei Korako - Hidden Valley”. Kaum waren wir angekommen, hatten die Götter doch noch etwas Mitgefühl mit uns und aus dem starken Regen wurde ein leichter "Drizzle". Mit dem Boot ging es über den Ohakuri-See.
Auf der anderen Seeseite war das "Hidden Valley", das seinen Namen vollkommen zurecht trägt, denn es ist nur per Boot erreichbar und von der anderen Uferseite nicht erkennbar.
Das Tal selbst war wunderschön, ein Pfad führte vorbei an brodelnden Geysieren, kochenden Schlamm- und Wasserlöchern, vielen verschieden-farbigen kleinen Seen und Flüssen und einer wunderbaren Höhle mit smaragd-grünem Wasser. Nach diesem Ausflug ging es anschließend weiter nach Rotorua.

27. Januar 2007:
Rotorua und die Region sind bekannt für Vulkane, Geysiere, Mud-Pools und schillernde Farben. Also ging unser heutiger Ausflug in eine nahe gelegenes Tal mit all diesen natürlichen Attraktionen. Das Wai-O-Tapu-Wonderland mit seinem Lady-Knox-Geysier sind weltberühmt.
Pünktlich um 10.15 Uhr sprühte der Geysier “Lady Knox” sein heißes Wasser in Richtung Himmelreich. Dieses passiert täglich um diese Zeit, da ein Mitarbeiter des Parks dem Geysier mit 300g Seifenpulver auf die Sprünge hilft.
Nach dem Besuch am Geysier haben wir dann eine große Runde durch den Park gemacht. Normalerweise dauert diese Tour ca. 75 Minuten; wir haben mehr als doppelt so viel Zeit dafür benötigt.
Es gab einfach zu viele schöne Dinge zu sehen und zu fotografieren. Die Tinte des Teufels, der Swimmingpool des Teufels, der Schwefelhöhle, der Champagnerpool oder die brodelnden Wasser- und Schlammlöcher konnte man aus der Nähe betrachten. Das war wirklich schön.

28. Januar 2007:
Heute waren wir im “Waimangu Volcanic Valley”. Es ist ein geschütztes Tal, geprägt von einem großen Vulkanausbruch im Jahre 1886. Wir haben einen Spaziergang durch den Regenwald gemacht, viele Seen, Flüsse, dampfende Spalten und Schluchten gesehen.
Am Ende des Spazierganges ist man am Rotomahana-See angekommen. Dort haben wir eine 1-stündige Rundfahrt gemacht. Vor dem großen Ausbruch 1886 war der See nicht mal ein Drittel so groß wie heute. Am Ufer des Sees dampfen und brodeln heiße Quellen. Das war ein sehr schöner Ausflug.
Danach sind wir noch zum “Buried Village” gefahren. Das Maori-Dorf Te Wairoa wurde bei dem großen Ausbruch 1886 von den Lava-, Gesteins- und Schlammmassen begraben.
1930 wurde das Land von einer Familie gekauft und das Dorf wurde Stück für Stück ausgegraben. Es erzählt sehr anschaulich die Geschichte des großen Unglücks und wie die Menschen vorher in diesem Ort gelebt haben.
Am Ende des Rundganges gibt es noch eine andere Attraktion. Über sehr steile Treppen ging es hinab zu einem der schönsten Wasserfälle, die wir bislang in Neuseeland gesehen haben. Das Wasser stürzt über 30 Meter in die Tiefe und teilt sich anschließend in viele weitere kleine Wasserfälle auf. Ein wunderschöner Tag!

29. Januar 2007:
Unsere Zeit in Rotorua ist schon wieder einmal zu Ende. Schade, dass es immer so schnell gehen muss. Aber so ging es auf zu neuen Abenteuern: Waitomo wir kommen!
Wenn man Waitomo hört, denkt man normalerweise an die Glühwürmchen-Höhle. Das ist auch richtig, aber es gibt viele andere Höhlen dort. Eine ganz besondere Höhle ist “St. Benedicts Caverns”. Nach 20m Abseilen erreicht man eine Plattform, von dort aus muss man sich weitere 35 m in die Tiefe stürzen, wobei es unten absolut dunkel ist. Danach macht man eine Wanderung durch die Höhlen mit all den schönen Formationen.
In einer etwas größeren Höhle haben wir Pause gemacht, einen Saft getrunken und einen “Fish” gegessen. Danach ging es auf den “Flying Fox”. Das ist so genial; man fliegt sozusagen durch die Höhle hindurch. Es ist wirklich sehr schnell und macht viel Spaß. Danach geht es weiter durch die Tropfsteinhöhle und am Ende kommt man durch die Zeitmaschine wieder zurück ans Tageslicht und zum allerersten Hobbit-Haus. Das war wirklich ein toller Ausflug.

30. Januar 2007:
Ein neuer Tag - ein neues Abenteuer. Okay, "St. Benedicts Caverns" waren wundervoll, aber Martin strebte nach Größerem! 100 Meter Abseilen. Das hörte sich anfangs gar nicht schlecht an. Aber dann ging es los. Erst ging es relativ langsam voran, da das Seil sehr schwer und somit starr war. Der Ausblick vom Seil aus in die Höhle, das einfallende Licht, die Büsche und der Fluss unter unseren Füßen war wirklich beeindruckend. Nach dem wir ca. 60 Meter hinter uns gelassen hatten, wurden wir immer schneller.
Nach dieser Anstrengung gab es erstmal eine Pause. Wir tranken einen Orangensaft, aßen einen “Fish” und machten einige Erinnerungsphotos. Dann ging es weiter. Wir kletterten wie Bergziegen in der Höhle umher. Nachdem wir einen großen Teil der Höhle erklommen hatten, setzten wir uns und schalteten die Lichter aus. Überall über unseren Köpfen waren Glühwürmchen. Wirklich schön!
Am Ende der Höhle wartete eine 30 Meter hohe Stahlleiter auf uns. Sie war unser Ausweg! Also wurden alle Kräfte mobilisiert und wir kletterten Stück für Stück die Leiter hinauf. Am Ende wartete eine weitere kleine Höhle und in der Ferne das Tageslicht auf uns. Es war ein wirklich schöner Ausflug mit viel Abenteuer und Anstrengung, aber es hat großen Spaß gemacht.
Nach diesem morgentlichen Abenteuer hatten wir noch einen langen Weg. In Auckland warteten schließlich Janice und Dave schon auf uns. Bei unserer Ankunft haben sie uns besonders herzlich empfangen.

31. Januar 2007:
Das Umland von Auckland wollte heute erkundet werden. Mit Janice und Sweety ging es erst in eine schöne "Christalmine", ein Museum tief im Berg gelegen, welches die schönsten natürlichen Kristalle der Welt ausstellt und erläutert. Nach dem Mittagessen und einige Stops an besonderen Aussichtspunkten, fuhren wir nach "Piha Beach".
Dieses ist ein sehr bekannter Strand mit unglaublich hohen Wellen, an dem baden eigentlich verboten ist. War schon spannend die "Lifeguards" bei ihrer Arbeit zu beobachten. Die Menschen sind manchmal schon wirklich etwas verrückt!
Am Abend waren wir dann mit Dave, Janice und Dawn in einem kleinen italienischen Restaurant zum Essen. Das war sehr nett!

01./02. Februar 2007:
Und wieder einmal geht der Urlaub schneller um, als uns lieb ist. Nun geht es leider wieder ans Koffer packen!!! Wir müssen den Heimflug in das winterliche Deutschland antreten und würden doch noch so gern bleiben.
Die Liste mit Orten oder Sehenswürdigkeiten, die wir noch erkunden möchten, ist noch immer nicht abgearbeitet und so sind wir fest davon überzeugt, dass wir sicher irgendwann wiederkommen werden. Aber es sind natürlich nicht nur die Erlebnisse, die uns nach Neuseeland zurück wünschen, auch die Bekanntschaften, die wir in den letzten zwei Urlauben gemacht haben, lassen uns immer wieder an Neuseeland denken.