Informationen und Tipps zur Vorbereitung:
Nachdem ich erfahren habe, dass ich kurzfristig in die Antarktis reisen kann, musste ich erstmal einiges organisieren. Das es mit der Reise so schnell klappt hat, mich ein wenig überrascht.
Die Frage, die ich mir stellte, war: was muss ich mitnehmen? Die Suche im Internet war nicht so einfach und ich bekam nur sehr wenige Informationen mit denen ich wirklich etwas anfangen konnte. Jetzt, nachdem ich die Reise selbst gemacht habe, möchte ich euch hier nun die Informationen geben, die ich vor Antritt meiner Reise gesucht habe.
Kleidung:
Das Wetter in der Antarktis ändert sich sehr schnell. So muss man bei den Ausflügen auf alle Wetterbedingungen vorbereitet sein. Mehrere Schichten Kleidung sind sehr von Vorteil - das Zwiebelprinzip!
Sich gegen den starken Wind zu schützen ist eine Herausforderung für sich, die man nicht vernachlässigen sollte. Im Gesicht ist es besonders wichtig, hier hat sich die "Sturmhaube" bewährt. Man sieht damit schon sehr interessant aus, wie man auf einigen Bildern sehen kann.
Feste Wanderschuhe, die bei einigen Reiseveranstaltern empfohlen werden, braucht man nicht mitzunehmen. Die Anlandungen auf den Falkland Inseln, Süd Georgien und in der Antarktis sind nasse Anlandungen. Für diese bekommt man vom Veranstalter Gummistiefel gestellt, die vor und nach jeder Anlandung desinfiziert werden.
Kleidung, die ich mitgenommen habe:
mehrere Socken der Firma Falke vom Typ TK4 Expedition (für die Gummistiefel)
Schuheinlagen für die Gummistiefel
lange Unterwäsche
lang- und kurzärmlige T-Shirts
2 Paar Handschuhe dick + dünn
wasserdichte Hosen
Regenjacke
Thermo-Wanderhosen
einen breiten Schal, den man als Gesichtsschutz verwenden kann
Sonnenbrille
Warme Mützen, die auch die Ohren zudecken
Pullover
Badesachen
Sportsachen
Bequemes Schuhwerk für den Aufenthalt auf dem Schiff

Fotoausrüstung:
Wetterschutz:
Für diese Reise habe ich mich besonders gut vorbereitet. Über das Wetter wusste ich ja schon einiges und so musste ich mir was gegen Kälte, Schnee, Regen und Salzwasser einfallen lassen.
Gegen diese vier Elemente habe ich mir als erstes von Kata die Regenschutzhülle E-702 gekauft. Eine nicht ganz günstige Sache, aber im nachhinein gesehen - eine sehr gute Investition. Die Kamera ist komplett geschützt und lässt sich ohne Probleme bedienen.
Für den Schutz der Objektive habe ich UV-Filter mitgenommen, die mir schon auf den letzten Reisen gute Dienste geleistet haben. Diese lassen sich ohne Probleme mit Wasser reinigen, was sich direkt am Objektiv schon etwas schwieriger gestalten würde.
Bei den kleinen Kompaktkameras kann man die Linse mit Wattestäbchen reinigen, einfach nur tupfen bis die Salzkristalle entfernt sind und dann mit einem Mikrofasertuch nachwischen.
Bei großen Temperaturunterschieden zwischen dem Innen- und Außenbereich muss man auf Kondenswasserbildung achten. Um Schäden an der Kamera zu vermeiden, reicht es Kompaktkameras in  einen wiederverschließbaren Beutel zu verpacken und einige Zeit zu warten, bis sich die Kamera an die neue Lufttemperatur angepasst hat. Digitale Spiegelreflexkameras sollten einfach für eine längere Zeit im Rucksack verbleiben. Auf gar keinen Fall sollte man einen Objektivwechsel durchführen.
Akkus:
Für die Akkus ist die Kälte auch eine besondere Herausforderung; die Akkuleistung lässt bei der Kälte nach! Um jederzeit genug Akkuleistung dabei zu haben, sollte man zusätzliche Ersatzakkus mitnehmen. Draußen sollte man den Akku am besten in der Hosentasche aufbewahren, so bleibt der Akku warm und der Energieverlust gering.
Speicherplatz:
Ein sehr wichtiger Bestandteil der Ausrüstung war der Speicherplatz für die vielen Bilder. Auch wenn man sonst nicht sehr viele Bilder macht, wird man auf dieser Reise an die Kapazitätsgrenzen der Speicherkarten kommen. Um dem Speicherplatzproblem aus dem Weg zu gehen, kann man sich mit mehreren Speicherkarten versorgen, was jedoch etwas teuer sein kann.
Die bessere Alternative ist eine Festplatte mit integriertem Speicherkartenslot. Hier werden einfach die Fotos von der Speicherkarte auf die Festplatte kopiert. Anschließend einfach die Fotos von der Speicherkarte löschen und schon kann man weiter fotografieren. Diese Festplatten bekommt man schon für ca. 60 Euro und sind meiner Erfahrung nach sehr zuverlässig.
Stativ:
Ein Stativ hatte ich auch dabei, aber bis auf ein einziges Mal in Ushuaia lag es eingepackt auf dem Zimmer. Bei den sehr guten Lichtverhältnissen war es einfach nicht nötig.
Objektive:
An Objektiven habe ich alles mitgenommen, was ich hatte. Die Brennweite ging von 17mm bis 400mm, was eine sehr gute Wahl gewesen ist. Die kurzen Brennweiten eignen sich hervorragend für Süd Georgien, in den großen Pinguinkolonien kommen die Pinguine so nah heran, dass man mit einem Zoom nicht mehr fotografieren kann.
Hierfür hatte ich zwei Kameras mit zwei verschiedenen Objektiven dabei. Einmal normale Brennweite und einmal ein Teleobjektiv. Achtung: Ein Wechsel der Objektive gestaltet sich etwas schwierig; durch den ständigen Wind ist Staub auf dem Sensor vorprogrammiert.
Für die Zodiakfahrten in der Antarktis ist ein Objektiv der mittleren Brennweite optimal. Man kommt mit dem Zodiak so nah an die Fotoobjekte heran, dass man sie teilweise sogar berühren kann.
So, das waren meine Tipps fürs erste. Ich hoffe, sie waren hilfreich. Falls noch Fragen sind: Ich freue mich über eine Nachricht von euch!