Die Sehenswürdigkeiten von Kassel

Hier findet Ihr einige historische und auch aktuelle Informationen zu den Sehenswürdigkeiten Kassels:

Die Markthalle:

Die MarkthalleDer Marstall (heute die Markthalle) wurde 1591-1593 durch den Landgrafen Wilhelm IV. erbaut und als Unterkunft für die fürstlichen Pferde sowie als Bibliothek und Druckerei/Münzerei benutzt. Im zweiten Weltkrieg wurde auch dieses Gebäude vollständig zerstört. Beim Wiederaufbau wurde die Fassade nach altem Vorbild wiederhergestellt, im Innenbereich wurde jedoch eine für damalige Verhältnisse moderne Markthalle integriert.

 

Das Naturkundemuseum:   

NaturkundemuseumDas Naturkundemuseum im Ottoneum ist immer einen Ausflug wert. Das Ottoneum wurde im Jahre 1606 als erstes feststehendes Theater erbaut und erhielt seinen Namen vom Lieblingssohn des Landgrafen Moritz. 1696 wurde das Ottoneum durch Paul du Ry umgestaltet und die Raritäten- und Naturaliensammlung des Landgrafen Karl hielten Einzug in das Gebäude. 1709 gründete der Landgraf das Collegium Carolinum und ließ Naturwissenschaften unterrichten.
   
Im Naturkundemuseum1929 wurde das Ottoneum durch die Stadt Kassel übernommen und zur Ausstellungshalle umgebaut. Im Oktober 1943 wird das Ottoneum bei einem Großangriff vollständig zerstört; viele der Sammlungsobjekte waren verloren. 1949 wurde das Ottoneum wiederaufgebaut und in den 90er Jahren von Grund auf renoviert. Heute beherbergt es unter anderem das Herbarium Ratzenberger (eines der ältesten Herbare in Europa) sowie die Schildbachsche Holzbibliothek mit 530 Bänden.

 

Mit viel Mühe wurde das Museum so gestaltet, dass der Besuch zu einem kleinen Erlebnis wird. Von Mäusen bis Mammuts, von Echsen bis Dinosauriern, von allem ist etwas zusehen. Außerdem bietet das Museumsteam einen ganz besonderen Service - Kindergeburtstage im Naturkundemuseum - ein Erlebnis nicht nur für die ganz Kleinen.

Das Fridericianum: 

FridericianumZwischen 1769 und 1779 wurde das Fridericianum durch den hugenottischen Architekten Simon Louis du Ry erbaut und die Kunstkammer des Landgrafen zog dort ein. Es war das erste öffentliche Museum Europas. Im November 1944 wurde auch das Fridericianum bei einem Großangriff zerstört; einzig die Grundmauern und der Zwehrener Turm haben das Bombardement überstanden.

Nur gut ein Jahrzehnt später, zur Bundesgartenschau 1955, wurde das Fridericianum wieder eröffnet. Heute ist es eine Kunsthalle, die gerade zu Zeiten der documenta einen besonderen Stellenwert einnimmt.

Das Brüder Grimm-Museum: 

Brueder Grimm-MuseumDas Palais Bellevue wurde 1714 durch Paul du Ry als Sternwarte für den Landgrafen Karl erbaut und später für den Landgrafen Wilhelm IX. durch Simon Louis du Ry umgestaltet. Anfangs wurde das Palais Bellevue als Sternwarte genutzt, später jedoch wurde es als Unterkunft für die land- und kurfürstliche Familie bzw. den Hof genutzt.

1956 erwarb die Stadt Kassel das Palais Bellevue und nutzte es bis 1970 als Ausstellungshaus für die städtische Kunstsammlung. 1972 wurde im Erdgeschoss die Ausstellung des Brüder Grimm-Museums eröffnet, die bis dahin in den Räumen der Murhardschen Bibliothek gezeigt wurde.

Im Jahre 1999 wurden alle Etagen des Palais Bellevue dem Brüder Grimm-Museum als Ausstellungsfläche übergeben, welches heute auf vier Etagen eine Dauerausstellung zum Leben und Wirken der Brüder Grimm, eine Dauerausstellung zu den Märchen der Brüder Grimm sowie ständig wechselnde Ausstellungen präsentiert.

Das Schloss Schönfeld:  

Schloss SchoenfeldDas Schloss Schönfeld wurde 1777 durch den Grafen Schönfeld als Familiensitz erbaut. 1790 fiel es in den Besitz des Landgrafen Wilhelm IX.; dieser verkaufte es 1793 an einen Industriellen, der eine Tabakfabrik auf dem Gelände des Schlosses Schönfeld errichten wollte, jedoch keine Genehmigung dafür erhielt. Das Schloss wurde mehrfach verkauft und gehörte 1806 schließlich dem Frankfurter Bankier Brentano.

1906 kaufte die Stadt Kassel das Schloss. Er wurde u. a. als Lazarett und Militärgefängnis genutzt. 1989 wurde das Schloss von dem Verein Schloss Schönfeld e. V. übernommen, der das total verfallene Schlösschen sanierte. Heute erstrahlt das Schloss Schönfeld in neuem Glanz und beherbergt u. a. ein Restaurant. Ein besonderes Erlebnis ist sicherlich auch die standesamtliche Trauung im Schloss Schönfeld oder im botanischen Garten.

Kassel hat natürlich auch andere Seiten...Weinbergbunker
   
Diese kann man beispielsweise bei einer Führung durch die Bunkeranlage im Weinberg erleben. Der Feuerwehr-Verein Kassel bietet Führungen durch den Weinberg und durch die Bunkeranlage am Hauptbahnhof an. Da die Anlage am Hauptbahnhof in ständiger Betriebsbereitschaft ist, ist es dort leider nicht erlaubt, Fotos zu machen.
   
WeinbergbunkerDer Bunker im Weinberg wurde früher einmal als Wein- und Bierlager gebaut und genutzt, wurde zum ersten und zweiten Weltkrieg jedoch stetig ausgebaut und sollte ca. 3.500 Menschen Platz bieten. Die Führung durch die Bunkeranlagen dauert ca. 2 Stunden, dabei legt man eine Strecke von ca 3 Kilometern zurück. Einige Bilder dieser Begehung findet ihr demnächst in der Bildergalerie.